Nein, wir müssen nicht hungern: Die Regale in den Supermärkten sind immer gut gefüllt, und zu allen Jahreszeiten können wir nahezu jede Art von Obst und Gemüse kaufen. Das Fest Erntedank scheint darum etwas aus der Zeit gefallen zu sein… Dennoch kann es uns daran erinnern, wie sehr wir darauf angewiesen sind, dass diese Welt uns nährt. Wir haben eben nicht alles selbst in der Hand! Tatsächlich ist unser ganzes Leben ein unverdientes Geschenk: Wir dürfen atmen, sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken – einfach so! Für Christen und Christinnen hat diese Dankbarkeit eine konkrete Adresse, nämlich Gott, der alles und uns alle in seinen liebenden Händen hält...
Wir leben in einer Gesellschaft, die uns permanent unter Druck setzt: Man muss wer sein, was können, was leisten, dabei gut aussehen und Geld haben natürlich auch. Wir leben in einer Gesellschaft, die uns permanent unter Druck setzt: Man muss wer sein, was können, was leisten, dabei gut aussehen und Geld haben natürlich auch. Ich erlebe, dass Menschen sich aber v.a. dann wertvoll fühlen, wenn sie ihren Wert nicht von äußeren Dingen abhängig machen. Menschen zum Beispiel, die uns sagen: Ich mag dich, so wie du bist. Wir Christen glauben, dass Gott jeden Menschen liebt - egal, wie er aussieht, was sie besitzt oder wo er herkommt. Dieser Gott will, dass es mich gibt. Genau so, wie ich bin. Einzigartig. Für ihn ist jeder Mensch gleich wertvoll!
An der Langen Nacht der Demokratie beteiligte sich auch die katholische Cityseelsorge zusammen mit der KEB (Kath. Erwachsenenbildung) mit dem Projekt „HOPE – Hoffnungslichter für die Demokratie“. Im Rathaus konnten Kerzen gestaltet werden; v.a. Familien mit Kindern waren kreativ dabei und hatten viel Freude daran. Danach konnten die Besucher noch im „mittendrin“ ihre Kerzen anzünden und sich bei Plätzchen und einer Tasse heißen Tee über das Thema Demokratie austauschen. Auch einige Passanten zündeten gerne eine Hoffnungskerze an und kamen mit dem Team der Cityseelsorge in anregende Gespräche.